Phosphatidylserin und das Gehirn: Was bringt es?

Brainzyme® Team

Phosphatidylserin ist ein Phospholipid, das natürlich in den Zellmembranen des Gehirns vorkommt und eine zentrale Rolle bei der Kommunikation zwischen Nervenzellen spielt. Es unterstützt die Fluidität der Zellmembranen und ist an der Signalübertragung beteiligt, die für Konzentration und Gedächtnis relevant ist.

TL;DR – Das Wichtigste auf einen Blick
  • Phosphatidylserin (PS) ist ein körpereigenes Phospholipid, das besonders dicht in Gehirnzellen vorkommt.
  • Mit zunehmendem Alter sinkt der PS-Gehalt im Gehirn natürlich ab.
  • Ernährung und gezielte Nährstoffe können die Versorgung des Gehirns unterstützen.
  • Pflanzliche Quellen wie Sojalecithin liefern PS; tierische Quellen (z. B. Rinderhirn) wurden früher häufiger genutzt.
  • PS gehört nicht zur Formel von Brainzyme® – dieser Artikel erklärt den Nährstoff rein bildungsorientiert.

Was ist Phosphatidylserin genau?

Phosphatidylserin gehört zur Gruppe der Phospholipide und ist Bestandteil jeder menschlichen Zellmembran. Im Gehirn ist die Konzentration besonders hoch: PS sitzt vor allem auf der Innenseite der Nervenzellmembran und reguliert dort, wie Botenstoffe wie Acetylcholin und Dopamin freigesetzt werden. Ohne ausreichend PS verlieren Zellmembranen an Flexibilität, was die neuronale Kommunikation beeinträchtigen kann.

Warum nimmt Phosphatidylserin im Gehirn ab?

Der PS-Gehalt im Gehirn ist kein statischer Wert. Mehrere Faktoren tragen dazu bei, dass er sinkt:

  • Alter: Ab etwa dem 30. Lebensjahr produziert der Körper weniger PS eigenständig.
  • Ernährung: Wer wenig Fisch, Hülsenfrüchte oder Sojaprodukte isst, nimmt weniger PS über die Nahrung auf.
  • Chronischer Stress: Anhaltende Belastung erhöht den Verbrauch von Phospholipiden in Nervenzellen.
  • Schlafmangel: Schlechter Schlaf beeinträchtigt die Regeneration von Zellmembranen.
  • Oxidativer Stress: Freie Radikale greifen Phospholipide an und beschleunigen deren Abbau.

Wie kann man die Gehirnversorgung mit PS unterstützen?

  1. PS-reiche Lebensmittel wählen: Sojalecithin, weiße Bohnen, Makrele und Hering enthalten nennenswerte Mengen Phosphatidylserin.
  2. Omega-3-Fettsäuren ergänzen: DHA und EPA aus fettem Fisch oder Algenöl arbeiten synergetisch mit PS in der Zellmembran zusammen.
  3. Cholin zuführen: Cholin ist ein verwandter Nährstoff, der ebenfalls die Membranstruktur und die Acetylcholinsynthese unterstützt. Es ist in Eiern, Hülsenfrüchten und bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln enthalten.
  4. Stressmanagement betreiben: Regelmäßige Bewegung und ausreichend Erholung helfen, den stressbedingten Phospholipidverbrauch zu reduzieren.
  5. Schlaf priorisieren: Sieben bis neun Stunden Schlaf ermöglichen die nächtliche Zellmembranregeneration.
  6. Gehirn aktiv halten: Gehirnjogging und mentale Herausforderungen fördern die neuronale Plastizität und können den Bedarf an Membran-Nährstoffen langfristig positiv beeinflussen.
  7. Antioxidantien aufnehmen: Polyphenole aus grünem Tee, Beeren und Kurkuma schützen Zellmembranen vor oxidativem Abbau.

Was sagt die Forschung zu PS und Kognition?

Aspekt Befund (allgemein)
Gedächtnisleistung PS ist an der Freisetzung von Acetylcholin beteiligt, einem Neurotransmitter, der mit Lern- und Gedächtnisprozessen assoziiert wird.
Stressreaktion PS beeinflusst die Regulation von Cortisol; Studien deuten auf eine Verbindung zwischen PS-Supplementierung und der Cortisolantwort hin.
Zellmembranfluidität Ausreichend PS hält Membranen flexibel, was die Signalübertragung zwischen Neuronen erleichtert.
Altersbedingter Rückgang Da der körpereigene PS-Spiegel mit dem Alter sinkt, wird PS in der Ernährungsforschung als relevanter Nährstoff für ältere Erwachsene diskutiert.

Konkret untersuchte eine Studie von Kato-Kataoka und Kollegen (Journal of Clinical Biochemistry and Nutrition, 2010) 78 ältere Personen zwischen 50 und 69 Jahren mit Gedächtnisbeschwerden. Über sechs Monate nahmen sie täglich aus Soja gewonnenes Phosphatidylserin oder ein Placebo ein. In der Gruppe mit niedrigeren Ausgangswerten verbesserte sich das Gedächtnis, besonders die verzögerte Wiedergabe von zuvor Gelerntem, deutlicher als unter Placebo. Es handelt sich um eine einzelne Studie an einer bestimmten Altersgruppe; in der EU ist für Phosphatidylserin keine gesundheitsbezogene Angabe zugelassen.

Hinweis: Die genannten Zusammenhänge beschreiben allgemeine ernährungswissenschaftliche Mechanismen, keine medizinischen Aussagen zu Diagnose oder Therapie.

Welche Nährstoffe ergänzen PS sinnvoll?

PS wirkt nicht isoliert. Für eine ganzheitliche Gehirnernährung spielen B-Vitamine (besonders B6, B9 und B12), Magnesium, Zink, Cholin sowie pflanzliche Polyphenole eine wichtige Rolle. Wer eine breite Nährstoffbasis für die mentale Ernährung sucht, kann sich zum Beispiel die Zusammensetzung dieser Stronger Formula ansehen, das Magnesium, B-Vitamine und pflanzliche Extrakte wie Ginkgo Biloba und Matcha kombiniert – alles in einem GMP-zertifizierten, veganen Nahrungsergänzungsmittel. PS selbst ist kein Bestandteil der Brainzyme®-Formel.

Häufige Fragen zu Phosphatidylserin und Gehirn

Welche Lebensmittel liefern am meisten Phosphatidylserin?

Sojaprodukte (besonders Sojalecithin), weiße Bohnen, Makrele, Hering und Hühnerleber gehören zu den PS-reichsten Nahrungsquellen. Pflanzliche Quellen liefern in der Regel weniger PS pro Portion als tierische, sind aber für Veganer und Vegetarier gut zugänglich.

Ist Phosphatidylserin als Nahrungsergänzungsmittel sicher?

PS-Präparate gelten in üblichen Dosierungen (100–300 mg täglich) allgemein als gut verträglich. Wer Medikamente einnimmt oder unter einer Erkrankung leidet, sollte vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen.

Wie lange dauert es, bis PS-Supplementierung eine Wirkung zeigt?

Ernährungsinterventionen mit Phospholipiden wirken nicht sofort. In Studien wurden Beobachtungszeiträume von mehreren Wochen bis Monaten gewählt. Kurzfristige Effekte sind nicht zu erwarten.

Kann man PS-Mangel durch Ernährung allein ausgleichen?

Eine ausgewogene Ernährung mit PS-reichen Lebensmitteln, Omega-3-Quellen und ausreichend B-Vitaminen bildet die beste Grundlage. Ob eine zusätzliche Supplementierung sinnvoll ist, hängt von individuellen Faktoren ab und sollte mit einer Fachkraft besprochen werden.

Fazit

Phosphatidylserin ist ein gut erforschtes Phospholipid mit einer klaren strukturellen Funktion in Gehirnzellen. Eine PS-freundliche Ernährung, kombiniert mit Schlaf und mentalem Training wie Gehirnjogging, bildet eine solide Grundlage für die langfristige Gehirngesundheit. Ergänzende Nährstoffe wie B-Vitamine und pflanzliche Polyphenole runden das Bild ab.

Phosphatidylserin: Was die Studien zeigen

Wichtige Studienergebnisse auf einen Blick:

Ergebnis Wert Quelle
Richter et al. Pilotstudie: SB-PS 300 mg/Tag verbesserte Gedächtnisabruf signifikant (p = 0,006) 0.006p-Wert PMC3665496 (Richter 2013), 2013
Richter et al. Pilotstudie: Rey-AVLT zeigte nach SB-PS signifikante Verbesserung des Gesamtlernens (p = 0,013) 0.013p-Wert PMC3665496 (Richter 2013), 2013
PS-omega-3 Supplementierung führte zu 42 % Steigerung der Fähigkeit, Wörter im verzögerten Abruf zu erinnern 42% PMC2981104 (Richter 2010), 2010
Vakhapova et al. Sicherheitsstudie: 157 nicht-demente ältere Probanden erhielten PS-DHA (300 mg PS/Tag) oder Placebo für 15 Wochen 157Personen PMC3136416 (Vakhapova 2011), 2011

Last updated: July 2026. All figures attributed to primary sources above.