ADHS-Medikamente: Arten & pflanzliche Alternativen
Brainzyme® TeamADHS-Medikamente lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Stimulanzien (z. B. Methylphenidat und Amphetamine) und Nicht-Stimulanzien (z. B. Atomoxetin und Guanfacin). Alle sind verschreibungspflichtig und werden ärztlich verordnet. Pflanzliche und natürliche Ansätze wie Lebensstil und Nährstoffversorgung sind eine andere Kategorie: Sie können den Alltag unterstützen, ersetzen aber weder eine Diagnose noch eine ärztliche Behandlung.
Wer sich über ADHS-Medikamente informiert, stößt schnell auf eine Vielzahl von Wirkstoffen und Handelsnamen. Dieser Ratgeber ordnet die Medikamentengruppen sachlich ein, erklärt ihre Unterschiede und zeigt, wo Lebensstil und Nährstoffe sinnvoll ergänzen können. Wichtig vorab: Die Wahl und Dosierung eines Medikaments ist immer eine ärztliche Entscheidung.
Welche Arten von ADHS-Medikamenten gibt es?
Grundsätzlich werden zwei Wirkstoffgruppen unterschieden. Beide sind verschreibungspflichtig und kommen nur nach ärztlicher Diagnose zum Einsatz.
Stimulanzien
Stimulanzien sind die am häufigsten eingesetzte Gruppe. Dazu gehören Methylphenidat (etwa in Ritalin, Medikinet oder Concerta) sowie Amphetamin-Präparate wie Lisdexamfetamin (Elvanse). Sie beeinflussen die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin im Gehirn und unterliegen in Deutschland dem Betäubungsmittelrecht.
Nicht-Stimulanzien
Nicht-Stimulanzien sind eine Alternative, wenn Stimulanzien nicht infrage kommen oder nicht vertragen werden. Beispiele sind Atomoxetin (Strattera) und Guanfacin (Intuniv). Sie wirken über andere Mechanismen und entfalten ihre Wirkung in der Regel langsamer über mehrere Wochen.
Wie unterscheiden sich die Medikamente?
Die folgende Übersicht fasst die zentralen Unterschiede zusammen. Sie ersetzt kein ärztliches Gespräch, hilft aber, die Begriffe einzuordnen.
| Gruppe | Beispiele | Ansatzpunkt | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Stimulanzien (Methylphenidat) | Ritalin, Medikinet, Concerta | Dopamin und Noradrenalin | meist rasch wirksam; BtM-pflichtig |
| Stimulanzien (Amphetamine) | Lisdexamfetamin (Elvanse) | Dopamin und Noradrenalin | lange Wirkdauer; BtM-pflichtig |
| Nicht-Stimulanzien | Atomoxetin, Guanfacin | u. a. Noradrenalin | Wirkung baut sich über Wochen auf |
Übersicht zur Einordnung; Auswahl, Dosierung und Eignung entscheidet ausschließlich die behandelnde Ärztin oder der Arzt. Quelle: Fachinformationen / Gelbe Liste Pharmindex.
Wo pflanzliche und natürliche Ansätze einen Platz haben
Pflanzliche und ernährungsbasierte Ansätze sind kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung und keine Therapie für eine diagnostizierte Erkrankung. Sie können aber die Grundlagen von Konzentration und Antrieb im Alltag unterstützen, allein oder begleitend zu ärztlichem Rat. Dazu zählen vor allem ausreichender Schlaf, regelmäßige Bewegung, feste Routinen und eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Bestimmte Nährstoffe haben dabei eine anerkannte Rolle: Nach den zugelassenen EU-Health-Claims trägt etwa Eisen zu einer normalen kognitiven Funktion bei und Magnesium zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung.
Worauf Sie bei einem Nahrungsergänzungsmittel achten sollten
Wenn Sie ein Nahrungsergänzungsmittel in Betracht ziehen, helfen diese Kriterien bei der Auswahl:
- Anerkannte Nährstoffe mit belegter Rolle für die kognitive Funktion statt exotischer Zusätze.
- Transparente Dosierung mit jeder Zutat und Menge auf dem Etikett.
- Geprüfte Herstellung, GMP- und HACCP-zertifiziert, mit klar benanntem Hersteller.
- Gute Verträglichkeit, idealerweise pflanzlich, vegan und allergenarm.
- Unabhängige Bewertungen und ein Rückgaberecht, damit Sie ein Produkt risikoarm testen können.
Nährstoffe mit zugelassenen Health Claims für die kognitive Funktion
Ein verlässliches Zeichen für eine anerkannte Rolle bei Gehirn und Nerven ist ein zugelassener Health Claim. Die Tabelle zeigt den wortgleichen Wortlaut aus der EU-Health-Claims-Verordnung für häufig genutzte Nährstoffe.
| Nährstoff | Zugelassener Claim (Wortlaut) |
|---|---|
| Pantothensäure (B5) | trägt zu einer normalen geistigen Leistungsfähigkeit bei |
| Eisen | trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei |
| Zink | trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei |
| Jod | trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei |
| Magnesium | trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei |
| Vitamin B12 | trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei |
| Vitamin B6 | trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei |
| DHA (Omega-3) | trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei |
Quelle: EU-Health-Claims-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 432/2012), basierend auf Bewertungen der EFSA. Der DHA-Claim gilt bei 250 mg täglich. Stand: Juni 2026.
Häufige Fragen
Welche ADHS-Medikamente gibt es?
Man unterscheidet Stimulanzien (Methylphenidat-Präparate wie Ritalin, Medikinet und Concerta sowie Amphetamine wie Lisdexamfetamin) und Nicht-Stimulanzien (z. B. Atomoxetin und Guanfacin). Welches Medikament geeignet ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
Was ist der Unterschied zwischen Stimulanzien und Nicht-Stimulanzien?
Stimulanzien wirken meist rasch und beeinflussen Dopamin und Noradrenalin; sie unterliegen dem Betäubungsmittelrecht. Nicht-Stimulanzien wirken über andere Mechanismen und bauen ihre Wirkung in der Regel über mehrere Wochen auf.
Können pflanzliche Mittel ADHS-Medikamente ersetzen?
Nein. Pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ärztlich verordnete Behandlung und keine Therapie für eine diagnostizierte Erkrankung. Sie können die Grundlagen von Konzentration im Alltag unterstützen. Änderungen Ihrer Behandlung besprechen Sie bitte zuerst ärztlich.
Wie ist Brainzyme® FOCUS™ einzuordnen?
Brainzyme® FOCUS™ ist ein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel, kein Arzneimittel. Es ist vegan, allergenarm und wird in Schottland nach GMP- und HACCP-Standards hergestellt; es kombiniert Pflanzenstoffe mit Vitaminen und Mineralstoffen, die eine anerkannte Rolle für die kognitive Funktion haben.
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Quellen
- EU-Health-Claims-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 432/2012). EUR-Lex. Quelle
- Gelbe Liste Pharmindex: Methylphenidat, Lisdexamfetamin, Atomoxetin, Guanfacin. Quelle
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Gesundheitsbezogene Angaben. Quelle
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Quelle
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist keine medizinische Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Arzneimittel und kein Ersatz für eine ärztlich verordnete Behandlung; sie sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhüten. Bei gesundheitlichen Fragen oder vor einer Änderung Ihrer Medikation wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt.


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